Bianka 20103- wöchiger BALI - FAMILY – TAUCHURLAUBBereits Ende des Jahres 2009 begann meine Bali Planung, jedoch schon lange vorher hatte ich im Internet geschaut, ob dies überhaupt auch die richtige Destination, im August 2010, für uns Vier, als Familie ist.Habe mir die Orte, dazugehörige Hotels und schließlich durchs Internet (Tauchernet) auch „Beate Goldschmidt H2O“ hier ausgesucht. Beate Goldschmidt auch kurz BEA genannt, unser Guide, war die Beste die wir für diese Tour je finden konnten. Schon bei der Planung, Auswahl der Hotels und bei vielen Fragen wurde ihr es nie zu viel und alles wirklich ALLES wurde ruckzuck über Emails beantwortet. Schon übers Internet hatte ich das Gefühl, hier bei Bea sind wir gut aufgehoben ;-). Bea stand dann am Flughafen Denpasar, mit einem Schild mit unserem Namen drauf, schon ihr freundliches Lächeln, ihre unkomplizierte Ausstrahlung ließen unser gutes Inet-gefühl jetzt äußerst positiv bestätigen. Unser erster Ort Padang Bai, wurde vom Flughafen, mit Beas Privattransporter und Kadek ihrem sehr zuverlässigem Fahrer, in 2 Stunden erreicht. Dort hatten wir uns fürs Padang Bai Beach Bungalow Resort entschieden. Zwei schöne Bungalows mit Außenbad direkt an der Buddha Bar, die von dem deutschen Frida betrieben wird, mit dem wir in den nächsten Tagen öfter ins Gespräch kamen, da er auch lange Jahre in Berlin gelebt und beruflich tätig war. Für den ersten Tag hatten wir uns zur Aklimation und zur Rundumsicht des Ortes, fürs Nichttauchen entschieden, so dass Bea erst am zweiten Tag, wieder mit ihrem Fahrer Kadek, zu uns kam, um in der Tauchbasis ok. Divers, unser Gerödel in Ruhe zu checken und einige Dinge zu besprechen – uns Tipps (wie Essen, Geld tauschen, Massagen etc.) zu geben. Von hier aus gingen täglich, mit Auslegerbooten (außer Manta Point + Crystal Bay), unsere Tauchtrips. Bea organisierte ALLES, sogar an kleine leckere Snacks (Schoko-Bananenkuchen, Brownies) zwischen den Tauchgängen hat sie immer gedacht. Schon am dritten Tag haben wir gemerkt Mama, Papa und unsere zwei erwachsenen Kids 19+23Jahre hatten die gleiche Wellenlänge mit BEA gefunden und wir haben viel gelacht und sogar unsere kulinarischen und natürlich Tauchervorlieben waren identisch – kurz gesagt, es passte einfach ALLES ! In Padang Bai blieben wir 7 Tage, in denen Bea mit Kadek am Abend nach Hause gefahren ist, so dass wir hier fast ausschließlich im Omang Omang (Bea´s Tipp) gegessen haben und danach gegenüber in der Reggae Bar noch einen Schlaftrunk genommen haben. Da hier die Tauchgänge wegen einsetzender Wellen (Strömung) schon am Mittag ca.14 Uhr endeten, hatten wir genügend Freizeit und saßen dann am Nachmittag oft im Topi inn (Hotspot) und ließen bei einem guten Kaffee und Applecrumble den Tag ausklingen, unsere Kids dagegen benötigten Erholungsschlaf. Die Tauchspots wurden jeden Tag von Bea und dem Bootsführer abgesprochen, auf den sie sich aufgrund jahrelanger Erfahrung zu 100% verlassen kann. Da wir als Familie ja nur allein mit Bea Tauchen waren, von daher also auch keine Probleme und Null Diskussionen, mit anderen Tauchern ? Bea versorgte uns liebevoll nach jedem Tauchgang mit ihren Diver-Ohrentropfen, die sie dann auch kurz nach Ende unserer Reise professionell auf Bali verkaufen möchte. Wir können nur sagen, einfach super, wir alle hatten keinerlei Ohrenprobleme, in der ganzen Zeit ! Unsere High Light Tauchspots hier waren Crystal Bay mit 5 prächtigen Mola-Molas (Mondfische) supertoll, allerdings bei starker Abwärtsströmung und max. Tiefe und Manta Point (Putzerstation) bei starker Dünung, wie viele Mantas es waren, keine Ahnung einfach nur gigantischgeil. Was uns auf fiel, die Mantas haben dort keinen weißen Bauch, wie z.B. auf den Malediven sondern sind Dunkel mit nur kleinen weißen Flecken. Etwas noch zum Ort Padang Bai, da hier die Fähren nach Lombok, Gilis etc. fahren gibt es halt täglich – morgens Früh – lautstarkes Tröten des Schiff-hornes und deshalb halt auch viele Tagestouristen. Den nächsten Ort den wir nun gemeinsam mit Kadek im Van und Bea auf ihrem Motorrad ansteuern, war Tulamben, für fünf Tage, die wir dort im Hotel Matahari-Tulamben Resort direkt am schwarzen, steinigen Strand, unmittelbar neben der US-Liberty verbrachten. Der Ort Tulamben lebt von den Tagestauchtouristen und das Hotel war daher am Tage sehr lebhaft und am Abend ist der Ort fast ausgestorben. Ein einfaches Hotel, das von Balinesen geführt wird aber zweckmäßig und vorteil-haft gelegen ist – mit einem einzigartigen Ausblick, vom Restaurant direkt auf den Pazifischen Ozean. Hier wohnten wir in zwei direkt nebeneinander liegenden ziemlich kl. Bungalows. In dieser Bungalowanlage ist halt alles auf NURtaucher ausgerichtet, so dass man sogar ganz individuell zeitlich frühstücken konnte. Das Frühstück war ok. nichts Dolles aber jeder konnte sich, je nach Geschmack, frisch zubereitet sein Favorit bestellen. Das Personal war freundlich und unsere Kids knüpften gleich einheimische Kontakte und hatten deshalb nette Abwechslung. Am Abend gibt es nicht viele Möglichkeiten zum Essen gehen aber wir entschieden uns sofort für Bea´s Vorschlag „Gordon Bleu“ im Restaurant Safety Stop. Das war so lecker, das wir hier alle Tage gegessen haben - unsere Empfehlung „Lumberjack Schnitzel“. Hinter seinem Restaurant hat der deutsche Besitzer Ralf aus Rostock, mit seiner indonesischen Frau Anon auch gerade 4 Bungalows mit kleinem Pool eröffnet – in denen wir dann beim nächsten Bali Besuch vielleicht wohnen würden, wegen dem tollen Essen ;-) Tulamben hat mehrere Tauchplätze (US.-Liberty Wrack, Coral Garden, Drop off, Ulami etc.) teilweise direkt vom Land – bei Wellengang, schwieriger Einstieg durch gr. Steine – dies war bei uns gerade extrem durch Ausläufer von einem Seebeben vor Australien mit einer Tsunamiwarnung. Deshalb hat Bea auch kurzfristig um-organisiert und wir sind nach dem ersten Tauchgang an der US-Liberty auf einen anderen Tauchplatz Drop off Außen ausgewichen. Am nächsten Tag wieder mit Auslegerbooten zum Coral Garden und auch der Nachttauchgang mit vielen tollen Fischen z.B. span.Tänzerin, gleich rechts vor dem Hotel (Spot Drop off) war sehr schön. Tauchplatz Ulami mit Pygmäenseepferdchen, was ich Dank Bea´s immer griffbereiten Lupe auch mal erkennen konnte ;-) Die US-Liberty wird sicherlich auch bei mehreren Tauchgängen nicht langweilig, so dass man sich hier nicht nur als Tagestourist aufhalten sollte, sondern mindestens zwei Tage für Tulamben ein-planen, um genügend Zeit für die US-Liberty zu haben. Wirklich unglaublich anzusehen sind die kleinen, zierlichen Balinesischen Frauen, die unser Tauchgerödel auf dem Kopf zu den Einstiegen tragen, zwei Jacketts mit Flasche auf dem Kopf, noch eins auf der Schulter und das dann alles auch noch Barfuss, unfassbar – damit verdienen sie sich ihr Lebensunterhalt, meist für die ganze Familie. Am vorletzten Tag hatten wir beiden Frauen einen tauchfreien Tag, die beiden Männer gingen noch mal zur US-Liberty, zum Tauchen diesmal ohne Bea und für uns hatten wir nach dem Frühstück eine Massage bei Rusty gebucht – bei ihr wird man ziemlich hart durchgeknetet ;-) aber somit ist man für die nächsten Tauchtage wieder richtig fit. Am Nachmittag dann gemeinsam mit Fahrer Kadek, Max (Urlaubsbekanntschaft) zu einem Landausflug zum Wasserfall LES – ohne Bea sie machte mit Julia zeitgleich einen Tauchkurs. Den Trip sollte man unbedingt machen, schon der Fahrweg dorthin ist sehr eindrucksvoll. Empfangen wurden wir von einem netten, jungen Guide, der uns auf dem ansteigenden Weg zum Wasserfall, viel über die Vegetation, Flora und Fauna erzählte und unsere Tochter so immer genug Zeit hatte etliche Fotos zu schießen. In der Gicht des Wasserfalles kann man sich abkühlen, muss aber vorsichtig sein, da hohe Rutschgefahr auf den Steine und auch Blutegel. Nach Tulamben hieß unser nächstes Ziel nun erstmal Lovina, eine deutsche Bäckerei, dort stärkten wir uns mit lecker, ganz frisch, belegten Baguette, auf dem Weg nach Pemuteran ins Amertha Villas Resort. Dort hatten wir uns eine große, zweistöckige Villa mit unserem eigenen Pool, für weitere fünf Tage auf Bali gegönnt. Eine traumhaftschöne Anlage, direkt am Ozean, extrem ruhig und schon ein gehobener Standard. Hier wird einem jeder Wunsch von den Lippen gelesen und man fühlt sich Rund um sehr wohl – fast wie im Paradies. Bea und Kadek wohnten in einer Anlage nicht weit entfernt, holten uns aber jeden Tag nach dem Frühstück für unsere Tauchtrips in die Umgebung des Nationalparks Menjangan und Pemuteran ab. Hier im Nationalpark haben wir alle Tauchplätze mit Auslegerbooten angefahren, sogar auch nur kurze Oberflächenpause darauf gemacht, um gleich den 2. Tauchgang, dann aber an einem anderen Tauchplatz zu machen. Die Unterwasserwelt ist farbig und dicht bewachsen, sogar das Austauchen im Fünfmeterbereich, über den Korallendächern war faszinierend. Am Tauchplatz Secret Bay mit einer etwas längeren Anfahrt, auch mit Fahrer Kadek, wurde hier direkt von Land aus getaucht. Dies ist eine Bucht in der sich Süß- und Salzwasser bei Flut mischen somit ein Brackwassertauchgang mit vielen kleine Tierchen ( tausende Schnepfenmesserfische, junge Welse, Seenadeln, Seehase, gelbes Seepferdchen, braun/schw. gebänderte Seeschlange, Krebse, Langusten, japanischer Leierfisch, Feuerwurm, usw.). Der Tauchgang ist dort sehr flach Maximaltiefe 9m, warm und eine extreme Artenvielfalt, Jungfisch und sehr viel Makro sowie ungewöhnliche Fische, Schnecken und Lebewesen die es nur dort gibt! Hier im Norden Balis im Nationalpark Menjangan und Pemuteran bekommt man vom Massentourismus nicht viel mit, da es in dieser 3- 4 Stunden entfernten Region vom Flughafen Denpasar mehr oder weniger nur Taucher und Individualreisende gibt. Zum Abendessen bevorzugten wir hier das sehr gute Restaurant in unserem Amertha Resort, nur einmal haben wir auswärtig an der Strasse im Restaurant gegessen, was aber auch lecker war. Am letzten Tauchtag auf dem Weg nach Ubud, ging es nach Puri Jati (dieser Platz benannt nach dem Tempel) hier ist der Einstieg ebenfalls von Land und sehr flach. Wir hatten an diesem Tag – lt. Bea sehr ungewöhnlich – mit starker Strömung zu kämpfen. Hier sollten wir den Mimic Octopus sehen aber aufgrund der Strömung waren diese wohl alle versteckt aber auf jeden Fall ein traumhaft schöner Platz mit Seepferdchen, Nacktschnecken, seltener Skorpionsfisch, Sepia, Krebse. Dies war nun unser letzter Tauchgang auf BALI und zum Abschied gingen wir alle gemeinsam noch beim Chinesen in Lovina Essen, da wir danach dann schweren Herzens aber mit dem Gedanken im Hinterkopf, wenn wieder BALI dann nur mit so einem Guide wie BEA, da sie jede Besonderheit der Tauchplätze kennt und einem den Urlaub so angenehm wie möglich macht. So mussten wir uns erstmal von ihr verabschiedet. Es waren wirklich tolle gemeinsame Tage, schöne Tauchgänge – es hat richtig viel Spaß gemacht !!!! Schon auf dem Weg nach Ubud zeigte sich das Wetter nicht von seiner freundlichen Seite, sehr ungewöhnlich im August für Bali, regnete es immer wieder etwas. Nach einer langen Fahrt in die Mitte der Insel zwischen viel einheimischen Eindrücken, eindrucksvoller Natur und Affen am Straßenrand, haben wir mit Fahrer Kadek unser letztes Ziel erreicht. Nun in Ubud angekommen, waren wir erstmal über die vielen Menschenmassen auf den Strassen sehr überrascht, damit hatten wir nicht gerechnet. Glück gehabt und von Mama gut ausgesucht, unser Hotel Lady Bamboo, war zentral aber etwas abgelegen, an einem kleinen Fluss, war eine Oase der Ruhe und durch die vielen Pflanzen und Blumen im Garten auch Balsam für die Sinne. Die Hotelbesitzer, der deutsche Lambert mit seiner thailändischen Frau Reki haben uns freundlich empfangen und uns alles und jeden Tag, unsere vielen Fragen beantwortet und uns Insidertipps gegeben. Leider hatten wir in Ubud viel monsunartigen Regen, so das wir zusammen mit Max und Julia, die Urlaubsbekanntschaft aus Tulamben (mit denen wir uns hier wieder getroffen haben), nur den Affentempel besucht aber dafür jeden Tag im Basar zum Shoppen waren und an einem Abend an einer einheimische Tempelveranstaltung, zum Feuertanz teil nahmen. Der im Inet gefundenen Empfehlung anderer Touristen, zum Ente Essen im Cafe Wayan sind wir auch nach gekommen aber es war nicht unser Geschmack und zudem auch noch ziemlich teuer. Dann lieber im Lady Bamboo Essen und einen Kochkurs bei Reki mit machen, der sich wirklich lohnt. Unsere beiden Männer hatten dabei so viel Spaß und zu dem waren sie morgens auch auf dem Markt, mit Reki zum Einkaufen, für das leckere mehrgängige Menü. Wir denken Ubud wäre sicherlich bei schönem Wetter noch weitaus sehenswerter aber dies müssen wir uns dann für den nächsten Balibesuch vornehmen. Nun ging leider unser dreiwöchiger Baliurlaub zu Ende und im Lady Bamboo hatten wir den Transfer, mit Stopp und Abendessen am indischen Ozean zum Sonnen-untergang gebucht, da der Rückflug erst am späten Abend war. Leider haben uns die Wolken nicht viel vom Sonnenuntergang mit erleben lassen aber der Stopp hier am langen Strand von Jimbaran (unmittelbar neben dem Flughafen) war es auf jeden Fall wert. Der Fahrer wartet die ganze Zeit auf uns – bewacht unser Gepäck und brachte uns dann direkt zum Airport. Hier waren wir noch mal mit Bea verabredet, da sie uns ihre defekte Tauchlampe zur Reparatur mit nach Deutschland gegeben hat. Der Abschied war schmerzlich, wieder sehr herzlich aber diesmal endgültig - denn jeder Urlaub geht mal zu Ende und nun müssen erstmal wieder die Brötchen für die nächste Reise verdient werden und wir denken BALI könnte man auf jeden Fall noch mal machen aber nur wieder mit BEA !!! Bianka & Detlev & Dennis & Dominique |